Humussphäre ist ein Projekt zu humusaufbauenden und energiesparenden Methoden in der Landwirtschaft. Durchgeführt wird es hier auf dem Hof Hollergraben seit März 2005.
Das Projektteam besteht aus Herwig Pommeresche, Norwegen; Bernd Scholl, Ansbach und Klaus Strüber vom Hof Hollergraben, beauftragt von der Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik, Bremen.
Gefördert wird das Projekt von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, der bäuerlichen Gesellschaft Nordwestdeutschlands, der Software AG-Stiftung und der Aktion Kulturland.
Ein Schlepper wurde von der Firma Roden - Landtechnik in Lensahn bereitgestellt.
Die bisherigen Verüffentlichungen zum Projekt können Sie als PDF-Datei im Internet downloaden: Unter http://orgprints.org/about.html nach dem Autor "Strüber" suchen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützenden des Projektes!
Das Projekt Humussphäre untersucht zuerst Methoden, mit denen die Bodenfruchtbarkeit, die Bodengare und der Humusgehalt, also die Lebendigkeit des Bodens auf ein höheres Niveau angehoben werden kann, um dann festzustellen, ob auf diesen Böden Pferde wirtschaftlich und ökologisch erfolgreich eingesetzt werden können.
Hier werden die aktuellen Ergebnisse beschrieben, wenn Sie sich näher informieren möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
In einem Rechts/Linksversuch werden 3 Parzellen a 200m_ jeweils auf einer Seite vom Schlepper und vom Pferd bearbeitet, begleitet wird der Versuch von der Universität Kiel. In 2008 wird ermittelt, dass ein leichterer Traktor höhere Bodenverdichtungen erzeugt als die schwereren Pferde.
In einem Kalkversuch wird eine Hälfte des Betriebes mit einem homöopathischen Kalk behandelt, die andere Hälfte nicht. Diese Methodik zur Regulierung des Calziumbedarfes ist 1924 von R. Steiner vorgeschlagen worden und seither nur wenig erforscht. Ab 2007 werden Spatendiagnosen durchgeführt, um die Wurzelleistung zu beobachten. Eindeutige Effekte sind noch nicht aufgetreten. Begleitet wird dieser Versuch von R. Remer von der bäuerlichen Gesellschaft Nordwestdeutschlands und T. v. Elsen vom FibL Deutschland.
Ein alter amerikanischer Kartoffelroder ist getestet worden. Der Zugkraftbedarf ist zu hoch. Weiter wird nach einem pferdegeeigneten Vollernteverfahren gesucht.
Für die landwirtschaftlichen Arbeiten wird ab 2006 ein Leistungsprotokoll bei Pferdeeinsatz erstellt, das auch die Dieselerparnis beschreibt. Pferde können bis 2008 den Dieselverbrauch um 37% pro Jahr senken.
In theoretischen und praktischen Rechnungsmodellen zeigt sich eine interessante Rentabilität. Pferde sind langsamer als Traktoren und verursachen dadurch mehr Lohnkosten, die allerdings finanziert werden können durch die Investitionseinsparungen an Traktortechnologie. Damit können Pferde Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten schaffen.
In einer Umfrage wird die soziale Situation von Pferdebetrieben in Deutschland ermittelt. Im Ergebnis wird sichtbar, das eine Entspannung der finanziellen Situation in vielen Bereichen die Qualität verbessern würde. Als Lösung wird u.a. das Grundeinkommen vorgeschlagen.
Ein Zugkraftmesser kann ab 2007 die Leistungen von Pferden und Geräten messen.
Für einen Versuch zu pflugloser Bodenbearbeitung mit Pferden im ökologischen Landbau wird ein Versuchsaufbau festgelegt. Betreut wird dieser Bereich von Dr. U. Hampl von der Stiftung Ökologie & Landbau. Es wird in 2008 ein Grubber entwickelt und damit 0,4 ha Winterweizen pfluglos angebaut.
Januar 2009, Klaus Strüber